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Entstehungsgeschichte der Feuerwehr Marktoberdorf

1862:
Nach der Idee des Kaplan Weis wird der Grundstein der Feuerwehrgeschichte Marktoberdorf gelegt. Er war nämlich der Ansicht, dass ein guter Turner auch gleichzeitig ein guter Feuerwehrmann sein müsse.


1863:
Während der Amtszeit des Bürgermeisters Gschwender Anton wird mit 37 aktiven Turnern die Oberdorfer Turnerfeuerwehr gegründet.


1865:
Durch die Oberdorfer Jungfrauen wird der Turnerfeuerwehr eine Fahne übergeben. Diese ist nach langer Restaurierungsarbeit heute noch im Feuerwehrhaus zu sehen.


1880:
Die Marktgemeinde kauft für 1700 Mark die erste Spritze für die Oberdorfer Turnerwehr.


1881:
Das Theaterstück "Der bayerische Hiasl" wird vor etwa 6000 Besuchern aufgeführt.


1888:
Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum gehören dem Verein schon 126 Mitglieder an.


1891:
Fast 7000 Mark werden durch die Aufführung des Andreas-Hofer-Spiels von den 350 Mitwirkenden eingespielt. Davon werden sowohl Feuerlöschgeräte als auch Turngeräte angeschafft.


1906:
Ein Großteil der Turngeräte fallen bei einem Vollbrand des Salzstadels zum Opfer.


1912/1913:
Die erste Sporthalle wird in Marktoberdorf gebaut.
Gleichzeitig wird aus den Mitgliedern der Turnerfeuerwehr eine Sanitätskolonne ins Leben gerufen.
Zum 50 jährigen Bestehen zählt die Turnerfeuerwehr 284 Aktive, 15 Passive und 7 Ehrenmitglieder.


1914 - 1918:
Aus der Sporthalle wird ein Vereinslazarett.
Von den 207 Turnerfeuerwehrlern die in den Krieg ziehen fallen 34 und kommen nicht zurück.


1920:
Im Einvernehmen trennen sich Turner und Feuerwehr. Dadurch entsteht der Sportverein Oberdorf und die Freiwillige Feuerwehr Oberdorf.


1922:
Durch private Spenden wird für etwa 2 Millionen Mark (Inflationsgeld) die erste Automobilspritze gekauft.


1923:
Für einen ständigen Bereitschaftsdienst wird eine Weckerlinie zu Alarmzwecken installiert.


1933:
Aus politischen Gründen wird die Feuerwehr Oberdorf zur Feuerschutzpolizei umgetauft.


1939 -1945:
Ein neues Fahrzeug mit Hänger wird beschafft.
Da wegen des Krieges zu wenig Männer vorhanden waren wurde eine Frauenfeuerwehr ins Leben gerufen.
Die Feuerwehr wird zu mehreren Fliegerangriffen nach Kempten, München und Augsburg gerufen.
Während dieses Krieges sterben 64 Männer.


1946:
Nach dem Krieg wird die Freiwillige Feuerwehr Marktoberdorf neu gegründet.. Sie besteht aus 40 Aktiven.
Durch Wahlen wird Josef Kuhn zum ersten Kommandanten und Josef Fendt zum Vorstand der Feuerwehr ernannt.


1951:
Die Wehr erhält von der Stadt ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 15).
Gleichzeitig wird die veraltete Weckerlinie von 1923 durch eine Neue ersetzt.


1958/1959:
Aufgrund vieler Bemühungen des Kommandanten (Josef Kuhn), des Vorstandes (Josef Fendt) und des Bürgermeisters (Anton Schmid) kann im Jahr 1959 das neue Gerätehaus der Feuerwehr ihrer Bestimmung übergeben werden.


1963:
Die Stadt macht der Wehr zu ihrem 100sten Gründungstag ein großes Geschenk. Sie erhalten ein weiteres Tanklöschfahrzeug.


1965:
Die alte Weckerlinie hat nun endgültig ausgedient und die erste Funkalarmierung wird in Betrieb genommen.
Bei Neuwahlen wird der amtierende Kommandant Josef Kuhn von Richard Ringenberger abgelöst.


1971:
Fritz Schele wird zum neuen Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr gewählt.


1972:
Franz Pfefferle (2ter Kommandant) ruft die erste Jugendgruppe ins Leben.


1973:
Da die Aufgabengebiete der Feuerwehr immer vielfältiger werden, wird ein mit technischen Hilfeleistungsgeräten beladenes LF 8 (Löschgruppenfahrzeug) angeschafft.


1977:
Wegen der neuen Drehleiter die der Bürgermeister Lutz Vatter seiner Bestimmung übergibt muss das alte Feuerwehrhaus angebaut werden.


1979:
Der stellvertretende Kommandant Franz Pfefferle löst Richard Ringenberger als ersten Kommandanten ab.


1983:
Zum gemeinsamen 120-jährigen Jubiläum erhält sowohl der Sportverein als auch die Feuerwehr eine neue Fahne.
Inzwischen hat die Feuerwehr wieder 104 Mannschaftsmitglieder und 12 Jugendliche.


1986:
Das alte Tanklöschfahrzeug von 1951 wird außer Dienst gestellt. Als Ersatz erhält die Wehr ein neues Löschfahrzeug (LF 16). Wegen seiner enormen Beladung kann es sowohl bei Feuer als auch bei Hilfeleistungen eingesetzt werden.


1988:
Mit einem Festumzug durch Marktoberdorf feiert die Marktoberdorfer Wehr ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum.


1989:
Der Kommandant Franz Pfefferle wird durch Franz Wachter abgelöst.


1990:
Das alte Tanklöschfahrzeug von 1963 wird durch ein modernes TLF 16/25 ersetzt.


1992:
Die Feuerwehr Marktoberdorf trauert um ihren Ehrenkommandanten Josef Kuhn und um ihren Ehrenvorsitzenden Josef Fendt.

Nach mehr als 50 Jahren Feuerwehrdienst gehen Fritz Schele und Richard Ringenberger in "Feuerwehrpension". Als neuer Vorstand wird Wolfgang Schmid gewählt.


1994:
Die Feuerwehr erhält von Bürgermeister Weinmüller eine neue Drehleiter.


1995:
Es findet ein Tag der offenen Tür statt, bei dem sich die Bevölkerung ein Bild von den Fahrzeugen und den Tätigkeiten der Feuerwehr machen kann.


1998:
Planungsbeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Kaufbeurener Straße. Wiederum findet ein Tag der offenen Tür statt.


2000:
Spatenstich für das zukünftige Gerätehaus.
Da das LF 8 ausgedient hat bekommt die Wehr im selben Jahr ein weiteres LF 16/12.


2001:
Das neue Gerätehaus wird bezogen.
Durch eine Spende von Carl Singer erhält die Wehr einen VW Golf III als Kommandowagen.
Franz Wachter wird zweiter Vorstand und übergibt sein Amt als Kommandant Konrad Ott, der gleichzeitig auch hauptamtlicher Gerätewart wird.


2002:
Erstmalig findet im neuen Gerätehaus ein Tag der offenen Tür statt.


2003:
140 - Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf im Modeon mit den Freundschaftswehren Wiesendangen und Reden. Franz Wachter wird zum Ehrenkommandanten ernannt.


2004:
Wechsel in der Vorstandsschaft. Der Vorstand Wolfgang Schmid hört nach 12 Jahren seiner Tätigkeit auf und übergibt sein Amt an Robert Eggensberger. Zweiter Vorstand wird Robert Kauter an Stelle von Franz Wachter.


2005:
Die Wehr stellt ein neues Mehrzweckfahrzeug vom Typ VW LT35 in Dienst. Das alte Fahrzeug hatte keine TÜV-Zulassung mehr bekommen.
Da der alte Kommandowagen bei Reperaturarbeiten beschädigt wurde, bekommt die Feuerwehr wiederum durch die Hilfe von Carl Singer ein Ersatzfahrzeug vom Typ VW Golf IV.


2006:
Ehrenkommandant Franz Wachter verstirbt nach langer Krankheit viel zu früh im Alter von 57 Jahren.


2009:
Der langjährige Schriftführer und Gruppenführer Karl-Heiz Scholz verstirbt im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalles. Sein Amt übernimmt Peter Osterried.


2010:
Nach 21 Jahren stellt sich der stellvertretende Kommandant Peter Osterried nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wird Rasso Rehle gewählt. Ein neues Mehrzweckfahrzeug vom Typ VW Crafter wird in Dienst gestellt. Das alte Fahrzeug erhält die Feuerwehr Bertoldshofen


2011:
Dank der Initiative von Kommandant Konrad Ott kann ein gebrauchtes Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 16/12) von der Berufsfeuerwehr München günstig erworben werden. Das alte LF 16/12 übernimmt die Feuerwehr Geisenried. Im gleichen Jahr wird der neue Versorgungs-LKW in Dienst gestellt.


2012:
Kommandant Konrad Ott gibt überraschend sein Amt auf. Zum vorübergehenden Kommandanten wird Stv. Rasso Rehle bestimmt. Ehrenvorsitzender Fritz Schele verstirbt.


2013:
Die Feuerwehr Marktoberdorf begeht mit einem großen Festwochenende im September ihr 150-Jähriges Gründungsjubiläum.


2014:
Da die alte Drehleiter zu viele Ausfallzeiten hat, wird zusammen mit drei weiteren Gemeinden eine Sammelbeschaffung für ein neues Fahrzeug durchgeführt. Die neue Drehleiter von Metz geht im Dezember in Betrieb. 


2017:
Nach 13 Jahren als Vorsitzender stellt sich Robert Eggensberger nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wird Johannes Schmid.